Kletterwand

Wie ich mich als Gipfelstürmer betätigte. Über die Tücken und Übel einer Kletterwand.

 

Freitag morgen, halb zehn in Prora, Deutschland.
Mit Blick auf meine Speckröllchen und den Gedanken an mein nahrhaftes Frühstück mit viel Schoko-Rosinen-Kuchen bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Deshalb beschließe ich die Mobile Kletterwand JUPP zu besuchen und mich als Gipfelstürmer auszuprobieren. Sport hilft ja bekanntlich.

Als ich ankomme ist noch nicht viel los. Deshalb kann ich gleich voll durchpowern. Ich beginne sofort den Pseudofelsen –auch als Kletterwand bekannt- zu erklimmen. Ohne Rücksicht auf Verluste; ein Sicherheitsseil benötige ich gar nicht erst.
Anfängliche Schwierigkeiten überwinde ich erstaunlich schnell. Bald bin ich schneller als die anderen Kletterer.

Und dann ist es soweit: Ich bin oben angekommen! Meine Arme und Schultern schmerzen, doch ich bin happy. Ich habe es geschafft; den Gipfel gestürmt! Adrenalin schießt durch meine Venen. Und wie angenehm mir plötzlich die Luft vorkommt! Einfach toll! Stolz blicke ich nach unten –und wäre vor Schreck glatt von der Wand gefallen. Bin ich doch wirklich 20 Meter hoch geklettert. Wieso habe ich meinem Übereifer nur freie Bahn gelassen?! Und das, obwohl ich im Schwimmbad nicht mal vom Drei-Meter-Brett springe –so groß ist meine Höhenangst!

Und nun sitze ich hier oben fest. Hier, wo selbst der 1,90-Mann von JUPP wie eine Ameise aussieht.

Ein weiterer Kletterer folgt mir- über meine Angst hämisch grinsend. Neben mir angekommen, schubst er mich von der Wand. Ich falle…

…und lande auf dem Boden. Ich war eingeschlafen und vom Stuhl gefallen. Die Kletterwand war noch nicht aufgebaut und so bin ich wieder in die Online-Redaktion gegangen, dort dann eingeschlafen. Soviel zu meiner waghalsigen Aktion auf der imaginären Kletterwand.

Und übrigens: Die Speckröllchen habe ich natürlich nur erfunden und von den gegessenen fünf Kuchenstücken bereue ich nicht ein einziges. Damit das geklärt ist.

 

am



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